| Das Portrait - Spiegel der Seele | |||||||||||||||||||||||||||
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Menschen zu
portraitieren ist einer der vielfältigsten kreativen Schaffensprozesse und
sorgt bei allen Beteiligten für Freude und
Inspiration. Der Weg zum selbst realisierten interessanten oder/und
ästhetischen Charakterbild ist allerdings nicht einfach. Die
Bewältigung des Umganges mit Menschen als Motiv,
die Beherrschung der Technik und die Gestaltung des Bildes bereiten dem
kreativ Schaffenden oft Schwierigkeiten. |
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Kleine Einführung in die Kunstgeschichte des PortraitsSchon in der antiken Kunst der Griechen und Römer hatte die Portraitkunst eine hohe Blüte erreicht. Die Hauptform der erhaltenen Portraits dieser Epoche liegt allerdings in der Skulptur. Die Portraitdarstellung erfuhr in der Renaissance einen großen Aufschwung. Die Könige und Fürsten, später die Kaufleute und überhaupt das aufkommende wohlhabende Bürgertum , wollten so ihre ihre große Bedeutung demonstrieren. Auch die Selbstbildnisse der Maler, zunächst nur Mittel zum Studium, kündeten von deren gestiegenem Selbstbewusstsein (z.B. Rembrandt, Goya, Dürer). In der Moderne verlor das Portrait vorübergehend an Bedeutung. In der gegenwärtigen Kunst tritt es wieder mehr in den Vordergrund.
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... Trotzdem
dürfte seine Zeichnung nicht zu schwierig sein, denn kein anderes Wesen
ist euch so |
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| Allerdings ist die Darstellung des menschlichen Gesichts ganz bestimmt eine der größten Herausforderungen des Zeichners. Die Interessanteste ist sie allemal. Die objektive Schwierigkeit liegt darin, dass die dargestellte Person sich auf dem Kunstwerk ähnlich sehen soll. Dies bezieht sich nicht nur auf rein äußerliche Aspekte. Auch einiges vom Wesen des Portraitierten soll im Bilde erkennbar sein. Das Leben hinterlässt Spuren in unserer Seele, das fühlen wir. Und es hinterlässt Spuren in unseren Gesichtern. Dem versuchen wir mit Mitteln der Kunst nachzugehen. | |||||||||||||||||||||||||||
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Praktisches Arbeiten
Zeichnen nach Modell Unsere erworbenen Kenntnisse wenden wir zunächst im Selbstporträt an, das mit Hilfe eines Spiegels angefertigt wird. Wir tasten unser eigenes Gesicht mit den Händen ab. So erhalten wir ein besseres Bild von der Körperhaftigkeit. Wir spüren Richtungsänderungen und erfassen die wichtigsten Skelettteile und Muskeln des Gesichts. So werden beispielsweise die Positionen und Funktionen von Unter- und Oberkiefer oder der Wangenknochen erfahrbar und bewusst gemacht. Für unsere Übung stehen uns auch eine weibliche und eine männliche Person als Modell zur Verfügung. Natürlich ist es eine gute Gelegenheit für uns, die Vielfalt der anwesenden Personen zum Portraitieren zu nutzen. Die KursteilnehmerInnen sitzen abwechselnd Modell. Ziel der letzten Übung ist das schnelle Erfassen der wesentlichen und typischen Merkmale eines Gesichtes. Ansonsten werden die Porträts sowohl en face (von vorn), im Profil als auch im Halbprofil anzufertigen sein. Das ergibt sich aus der jeweiligen Sitzposition, welche wir auch nach jeder Übung wechseln werden, um den Kopf aus verschiedenen Perspektiven zu beobachten. Es werden auch Hinweise gegeben, wie Tiefe durch entsprechende Akzente erreicht werden kann. |
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Ergänzende Hinweise Während des Kurses werden Sie individuell betreut, weil die künstlerischen Voraussetzungen erfahrungsgemäß sehr unterschiedlich sind. Dazu erhalten Sie ergänzende Hinweise zur Zeichentechnik sowie zur Bildgestaltung. Unsere bevorzugten Zeichenmaterialien werden Bleistift, Rötel und Kohle sein. Für alle, die farbig arbeiten wollen, ist Pastellkreide günstig. |
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Theoretische Grundlagen –
Proportionen des Gesichts Zum Portrait gehört mehr als nur das Gesicht. Wegen seiner hohen Bedeutung für die Erkennbarkeit fällt es in vielen Anfängerarbeiten in Hinsicht auf die anderen Kopfteile (Ober- Hinterkopf, Hals- Schulterbereich) oft zu groß aus. Darum wird es zunächst unser Ziel sein, die Proportionen zu erkennen und sie später im Bild richtig umzusetzen. Es gilt, die wichtigsten Maße so zu verinnerlichen, dass die üblichen Fehler (z.B. Flachkopf, zu eng stehende Augen) vermieden werden können. Durch genaues und unabhängiges Beobachten werden wir unsere neuen Kenntnisse vertiefen. |
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Welche Voraussetzungen
sollten die KursteilnehmerInnen mitbringen? Dieser Kurs richtet sich an alle, die in ihr Leben verstärkt kreative Elemente einbringen wollen. Er erfordert keine Voraussetzungen außer der Freude am Zeichnen, der Bereitschaft, immer wieder Neues auszuprobieren, und auch das Erlernte durch Üben zu vertiefen. Für KursteilnehmerInnen, die bereits Erfahrungen im Portraitieren haben, ist dieser Kurs gut geeignet, um ihr Können zu erweitern. Sie haben anfangs den Spruch von Ingres gelesen. - Sie werden feststellen, es ist wirklich nicht so schwer, "ein" Portrait zu zeichnen. Zumindest werden Sie für den Versuch entschädigt, sich intensiv mit dem Thema Gesicht beschäftigt zu haben. Sie werden von da an Gesichter anders sehen, achtsamer, eindruccksvoller. Wir suchen die Schönheit abseits der glatten Ansicht, die uns täglich von der Werbung dargeboten wird. In jedem Gesicht liegt ein besonderer Ausdruck. Diesen versuchen wir zu heraus zu finden und darzustellen. Und zu ihrer Beruhigung, als Michelangelo einen Papst gemalt hat und das Bild diesem nicht sehr ähnlich gesehen haben soll, soll Michelangelo gesagt haben: “Wer weiß denn in tausend Jahren noch, wie dieser Papst wirklich ausgesehen hat“. |
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Mitzubringendes Material:
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| Kontakt: Harald Blankenburg | |||||||||||||||||||||||||||
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